Archiv für Juli 2008

Hamburg Ultras reloaded

Beim Surfen durch das Mitglieder-Forum des HSV-Suppurters Club bin ich einen Thread gestoßen, in dem der User „Sir Grobi“ mit leuchtenden virtuellen Augen unter dem Eindruck eines Youtube-Videos fragt, ob nicht wer Interesse hätte, die so genannten „Hamburg Ultras“ wieder ins Leben zu rufen. Was er offenbar nicht weiß: Die „Hamburg Ultras“ waren eine üble Schlägertruppe, die während der Fußball-Weltmeisterschaft den französischen Polizisten Daniel Nivel fast tot geprügelt haben (siehe dieses Spiegel-Interview).

ich hab mir gerade ein video über den legendären club Hamburg ultras auf youtube angesehen: 8
Da stellen sich mir ein paar fragen:
warum gibt es die hamburg ultras nicht mehr?
kann man den fanclub nicht wieder aufleben lassen?
kann man zurück in englische zeiten der ultras szene?
aber die wichtigste von allen ist:
Gibt es Leute die genau so daran interessiert sind die Hamburg Ultras wieder aufleben zu lassen?
Mit schwarz weiß blauen Grüßen
Sir Grobi

Die Reaktionen auf seine Anfrage fallen zum Glück sehr verhaltend aus. „DiskoStu1″ schreibt:

Der Mensch neigt ja dazu nostalgisch zu werden, aber es gab wohl nie etwas was den HSV mehr in Verruf gebracht hat als die Hamburg Ultras, außer natürlich vielleicht in der Hooliganszene selbst, wo die vielleicht was tolles waren.
Früher hieß es bei uns in der Nachbarschaft immer wieder: Mit meinem Sohn in den Volkspark? Nee, ganz bestimmt nicht bei den Leute, die sich da rumtreiben.

Damit ist im Prinzip auch alles gesagt. Erwähnenswert wäre noch, dass in England beinahe keine Ultra‘-Gruppierungen existieren und dass die Hamburger Vereinsfarben laut Satzung blau-weiß-schwarz sind.

Scharfer Blick – Ein Best Of (Teil 1)

Seit gut einem halben Jahr kursiert das nicht lesenswerte Blog „Scharfer Blick“ durch die ewigen Weiten des WWW. Ich habe mir erlaubt, einige Höhepunkte der geistigen Ergüsse seiner/s Verfasser_In zusammen zu stellen, welche ich unkommentiert als kleine Serie veröffentlichen möchte. Im ersten Teil dreht sich alles um Erziehung, die deutsche Linke und Tierrecht.

[Man] beginnt … den Schülern einzutrichtern, der Lehrer habe immer recht, genauso wie natürlich das Fernsehen immer recht hat, was zur Folge hat das Aussagen dieser ,,Respektspersonen” respektive Autoritäten von jeder Hinterfragung oder gar Widerspruch frei sind, und wenn jemand tatsächlich mal es wagen sollte in politischen Dingen anderer Meinung zu sein als die Autorität, dann ist es für eben diese ein Leichtes ihn als naiven Jüngling zu diffamieren, denn die Schafherde ist seinem Hirten ja treu ergeben und bejaht seine fröhlich sinnfreien , verbalen Ergüsse gegen den einsamen Widerständler.

Jedes Kind ist eine Schlacht. Dieser Satz ist einer der Grundsätze der etablierten Pädagogik. Er ist sozusagen das Fundament der autoritären und ideologisierenden bzw. moralisierenden Erziehung die der Entfaltung des Menschens zur Freiheit widerspricht und seine Entfremdung zum Ziele hat. Es soll aus einem Kind ein Instrument geformt werden, ein funktionierender Apparat, man will ihm die Menschlichkeit ausstreiben, ihn besser ausbeuten zu können. Er soll die herrschende Moral übernehmen, die herschende Ideologie aufsaugen , um in der geistigen Verstümmelung zu sein, die notwenig ist ,die herrsschenden Verhältnisse hinzunehmen.

In der Deutschen Linken ersticken proletarische Ineressen in einem kleinbürgerlich verkrampftem Dunst aus Germanophobie oder Anarchismus und veganem Radikalismus. (…) Antisemitismus wird zum absoluten Totschlagargument gegen jedwede Kapitalismuskritik repektive Imperialismuskritik mit wissenschaftlichem Anspruch. Dies wird ermöglicht, indem man Kritik am Kapital mit der Hetze gegen Juden gleichsetzt, um so einen Schwachsinn überhaupt erst ermöglichen zu können , muss man behaupten das Kapital diene dem Judentum oder das Judentum sei das Kapital

Auch der vegane Radikalismus der Ausdruck in der infantilen Tierrechtsbewegung findet, ist wider den proletarischen Interessen. Ganz abgesehen davon, dass ich das Kotzen kriege, wenn Leute statt zu einem Naziaufmarsch lieber zu ner verschissenen Tierrechtsdemo gehen, steht doch stets und immer der Wille des Proletariats über dem Wohlergehen seiner Mahlzeiten. So ist zwar von der radikalen Züchtungsweise der aktuellen Produktionsweise abzusehen, aber der Bedarf des Proletariats an Fleisch und Essen möge doch bitte immer über dem persönlichen Wohlbefinden von Rindern, die in letzter Konsequenz auch nur Steaks sind, stehen!!